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FutureExpo

Dr. Patrick Rühs

Head of Science, Planted Foods AG

Patrick Rühs leitet die Forschungsabteilung der Planted Foods AG seit 2019. Er studierte Lebensmittelwissenschaften an der ETH Zürich und promovierte im Bereich der Lebensmittelverfahrenstechnik. Bevor er 2019 zu Planted Foods kam, arbeitete er als Post Doc in Berkeley im Bioengineering und an der ETH Zürich in Materialwissenschaften. Patrick ist passionierte Wissenschaftler und ist bekannt durch seine Forschungstätigkeit im Bereich 3D Druck von Mikroorganismen, Fleischersatz, Schokolade und Schleimfischforschung.

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Review
2021

Was Traditionsunternehmen und Start-ups verbindet

Im Swissness Slot trafen Christoph Birchler, CEO des Traditionsunternehmens Masetrani, und Dr. Patrick Rühs, Head of Science des Start-ups Planted, aufeinander. Vor der gemeinsamen Diskussion stellten sich die beiden dem Konferenz-Publikum vor.

Christoph Birchler, Maestrani Schweizer Schokoladen AG
Die Maestrani Schweizer Schokoladen AG feiert kommendes Jahr ihr 170. Jubiläum. Seitdem konnte sie einige Produkte zu Klassikern etablieren, so etwa den Minor-Stängel. Christoph Birchler stiess erst vor einem Jahr zur Firma und stellte sich dabei der Challenge, wie die Verbindung von Tradition und Innovation gelingt. Für ihn steht fest: Tradition ist Expertise und diese wiederum Quelle für Innovation. Das hat Maestrani den jungen Firmen voraus. Gleichzeitig kann das Schokoladenunternehmen von ihnen lernen. Denn da es als kleines KMU nicht mit den Budgets der grossen multinationalen Betriebe mithalten kann, muss es schneller, agiler und vielleicht auch frecher sein. Für Birchler steht fest: Tradition und Innovation sind keine Wiedersprüche.

Dr. Patrick Rühs, Planted Foods AG
Die Geschichte der Planted Foods AG dagegen hat erst 2018 begonnen. Das ETH-Spin-off stellt Fleischersatz her. Wieso? Die Tierwirtschaft ist ein massgeblicher Treiber des Klimawandels. Für Dr. Patrick Rühs und das ganze Planted-Team ist es selbstverständlich, in eine nachhaltige Zukunft zu investieren, dabei aber trotzdem nicht auf gut schmeckendes Essen zu verzichten. Die Lösung des Food-Start-ups: Das Tier überspringen und Rohstoffe direkt verarbeiten, statt sie erst dem Tier zu füttern und dieses dann zu essen. Und diese Bemühungen kommen an. Planted hat mittlerweile Dutzende Mitarbeitende, verkauft seine Produkte in vier Ländern und ist weiterhin stetig am Wachsen. Um am Ball zu bleiben, muss das Team ständig neue Innovationen kreieren. Essenziell dafür sind Investitionen in Forschung und Entwicklung. Zudem hält das Unternehmen nicht am Status quo fest. So sind etwa alle Mitarbeitenden dazu eingeladen, sich einzubringen und Veränderungen anzuregen.

Alt vs. neu
Die Diskussionsrunde mit Moderator Tobias Müller wurde durch Begriffe bestimmt, welche auf den Bühnen-Bildschirmen eingeblendet wurden. Es zeigten sich zahlreiche Unterschiede wie auch Gemeinsamkeiten der beiden Unternehmen. Das Thema «GenZ» etwa ist für beide wichtig, wobei die junge Generation zur Hauptkundschaft von Planted zählt. Für Maestrani ist es dagegen schwierig, diese zu erreichen, da Schokolade an sich eine relativ konservative Kategorie darstellt. Mit dem Begriff «Sustainability» beispielsweise können sich beide voll und ganz identifizieren. Das ist schliesslich das, was das Team um Planted antreibt. Es verkauft Nachhaltigkeit nicht nur, sondern lebt sie durch und durch. Auch bei Maestrani steht das Thema ganz weit oben. Der CEO ist sich bewusst: Kakao etwa ist ein sehr sensibler Rohstoff und hierbei kann und muss das Unternehmen seinen Teil leisten.

Abschliessend demonstrierte Moderator Tobias Müller, wie Innovation ablaufen kann: Er wollte wissen, was die beiden von einem Planted-Produkt mit Schokoladenüberzug halten. Rühs wie auch Birchler fanden: Eine spannende Idee.